Diese Teekräuter kannst du in deinem Garten ziehen

Diese Teekräuter kannst du in deinem Garten ziehen

Stell dir vor, du hast es dir gemütlich hergerichtet in deinem Garten, auf deiner Terrasse oder deinem Balkon mit einem frisch aufgebrühten Tee und genießt die Sonne. Eventuell brauchst du dir das gar nicht vorstellen und du sitzt gerade draußen und trinkst eine Tasse Tee. Entspannung pur.

Tee ist ein beliebtes Heißgetränk, aber auch kalt sehr erfrischend. Nebenbei werden schon seit Urzeiten Pflanzen als bewährte Hausmittel aufgegossen und zu sich genommen.

Du hast einen prächtigen Gemüsegarten oder bist dabei, einen anzulegen, aber hast du dir schon einmal darüber nachgedacht, welche Pflanzen du für deinen Tee ziehen kannst?

Kamille

Die bei den Deutschen beliebteste Teesorte ist Kamille. Super, dass Kamille bei uns problemlos anzubauen ist. Neben dem angenehmen Geschmack bietet Kamille weitere gesundheitliche Vorzüge. Sie hat entzündungshemmende Merkmale und wirkt bei Magenschmerzen wahre Wunder.

Die Kamille liebt einen voll sonnigen Standort und braucht einen normal feuchten Boden, um gut zu wachsen. Leider ist sie nur einjährig, sodass du sie jedes Jahr neu aussäen musst. Perfekter Zeitpunkt ist Ende April, du kannst sie aber bis Juni aussäen. Für deinen Tee erntest du an einem warmen, trockenen und sonnigen Tag die voll erblühten Köpfe.

Zum Trocknen sammelst du die Blütenköpfe, wenn sie seit etwa drei bis fünf Tagen blühen, dann ist ihre Wirkung am größten. Getrocknet werden sie ausgebreitet auf Zeitungspapier an einem dunklen, warmen und luftigen Ort, wie z. B. auf dem Dachboden, im Gartenhaus oder im trockenen Keller.

Kombiniert mit Melisse schmeckt dein Kamillentee wunderbar erfrischend.

Pfefferminztee
Pfefferminztee

Pfefferminze

Pfefferminze ist mein liebstes Teegetränk, daher war es das erste Kraut, welches im Garten Einzug erhielt. Sie wächst so gut wie überall und ist sehr pflegeleicht. Sie wird bis zu 1,20m hoch, ist frosthart und mehrjährig. Vermehren kannst du sie durch Ausläufer.

Bei Erkältung oder Grippe ist Pfefferminze einsetzbar, sie wirkt im Hals- und Rachenraum gegen Keime.

Zum Trocknen schneidest du Pfefferminze kurz vor der Blüte im Juni, zu diesem Zeitpunkt enthält sie die meisten Aromastoffe. Getrocknet werden sie in Sträußen, kopfüber hängend. Sind die Blätter vollständig durchgetrocknet, streifst du sie vom Stiel ab und füllst sie in ein Schraubglas. Dunkel und trocken gelagert, hält Pfefferminze mehrere Monate.

Salbei

Salbeitee trinke ich am liebsten, wenn ich arge Halsschmerzen habe, daher war schnell klar, dass diese tolle Pflanze nicht in meinem Garten fehlen darf.

Bei Halsschmerzen oder Zahnfleischentzündungen gurgelst du mit Salbeitee, denn er wirkt desinfizierend.

Wenn du Salbei in deinem Garten pflanzen möchtest, achte darauf, dass er nicht im Vollschatten steht, ansonsten hat er einen normal feuchten Standort gern, ist frosthart und mehrjährig. Salbei kann bis zu einem Meter hoch werden.

Zum Trocknen verfährst du wie bei der Pfefferminze, bindest ihn in Sträuße und hängst ihn kopfüber auf.

Melisse

Melisse, auch Zitronenmelisse genannt aufgrund ihres zitronigen Geruchs, schmeckt sehr gut in Tees. Sie hat beruhigende Eigenschaften, hilft bei Schlafstörungen oder Nervosität. Daneben werden Verdauungsbeschwerden und Kopfschmerzen gelindert.

Für den Tee benutzt du getrocknete oder frische Melissenblätter, er sollte bei heißem Wasser sieben bis neun Minuten abgedeckt ziehen, damit die ätherischen Öle der Melisse nicht verloren gehen. Lass den Tee bitte nicht länger als neun Minuten ziehen, sonst können unerwünschte Nebenwirkungen wie leichte und kurz andauernde Benommenheit eintreten.

Blüht Melisse, ist sie zusätzlich ein toller Bienenmagnet. Außerdem ist sie mehrjährig und mag einen normal feuchten Standort. Melisse kann bis zu 90 cm hoch werden.

Ringelblume

Die Ringelblume erfreut mich jedes Mal, wenn ich an meinem Blumenbeet vorbei gehe, mit ihrer knallig orangen Farbe. Sie blüht vom Frühjahr an bis in den Herbst hinein. Ringelblumen sind einjährig, säen sich aber selbst aus. Sie vertragen keinen Vollschatten und mögen einen normal feuchten Standort.

Willst du aus der Ringelblume Tee machen, nutze bitte nur die Blüten, denn der Knopf in der Mitte ist leicht giftig. Ringelblumentee reinigt die Leber, fördert die Wundheilung und hilft bei Verdauungsproblemen und Menstruationsbeschwerden.

Für den Tee erntest du die Blüten an einem sonnigen, trockenen Tag. Zum Trocknen legst du sie auf einen Zeitung oder Papier aus, lege sie nicht in die direkte Sonne, sonst gehen ihre Wirkstoffe verloren. Bis zu einem Jahr kannst du die getrockneten Blüten in einem luftdichten Behälter dunkel lagern.

Du bereitest den Tee folgendermaßen vor: Nimm einen halben Teelöffel Blüten, übergieße ihn mit Wasser und lass alles fünf bis zehn Minuten ziehen. Je nach Belieben kannst du die Blüten wieder herausnehmen oder auch drin lassen, wenn du deinen Tee genießt.

Gänseblümchentee
Frisch aufgebrühter Gänseblümchentee

Gänseblümchen

Diese niedliche Blume findest du beinahe überall auf den Wiesen. Sie wächst ganzjährig und hilft gegen Husten und Schnupfen, denn Gänseblümchen sind entzündungshemmend und schleimlösend.

Willst du einen Gänseblümchentee aufbrühen, brauchst du nur einige getrocknete Köpfchen mit heißem Wasser aufgießen und ziehen lassen.

Die Blütenköpfe kannst du bei gutem Wetter ernten und wie Kamille trocknen, sodass du einen Vorrat hast.

Hopfen

Hopfen ist eine Pflanze, die nicht überall einfach anzubauen ist, denn er wird bis zu vier Meter hoch. Dafür ist er frosthart und mehrjährig. Hopfen hat einige gute Eigenschaften wie eine schlaffördernde Wirkung, ist nervenstärkend und appetitanregend, krampfstillend und verdauungsfördernd und wie Melisse wirkt er beruhigend.

Um Hopfen als Tee zu trinken, nimmst du 1 – 2 Teelöffel Hopfenzapfen. Die gießt du mit etwa 200 ml heißem Wasser über und lässt sie 10-15 Minuten ziehen. Danach seihst du alles durch ein Sieb ab und kannst denn Tee vor dem Schlafengehen trinken.

Thymian

Thymian kannte ich bisher nur vom Kochen, doch auch als Tee hat er heilende Eigenschaften. Gegen Husten, Schnupfen, Heiserkeit, Grippe, Erkältung, Asthma oder Blasenentzündung hilft er.

Die Pflanze verträgt keinen Vollschatten und mag einen normal feuchten Standort. Sie ist frosthart und mehrjährig.

Für deinen Tee nimmst du einen Teelöffel Thymiankraut und übergießt es mit 150 ml heißem aber nicht kochendem Wasser. Alles lässt du etwa fünfzehn Minuten abgedeckt ziehen, dann kannst du ihn trinken. Verfeinert mit etwas Honig und Zitrone schmeckt er sehr lecker.

Deine getrockneten Teekräuter und Teemischungen bewahrst du am besten in einem verschlossenen Glas auf, damit der Geschmack erhalten bleibt. Um die Farbe weitgehend zu erhalten, lagerst du sie lichtgeschützt.

Ich hoffe, du hast einige Anregungen bekommen, wie du deinen Tee in Zukunft trinken kannst. Hast du weitere Vorschläge, welche Pflanzen man im Garten ziehen kann für Tee?

Teekräuter für deinen Garten
Teekräuter für deinen Garten

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